Wie schreibt man einen Nachruf auf ein Stück Hardware, ohne von allen Menschen für total verkehrt und jeglicher normal gestalteten menschlichen Beziehung unfähig erklärt zu werden? Darf man Hardware überhaupt mögen, oder qualifiziert das schon unter Technophilie? Doch hat nicht der Fotograf hat seine Leica, der Poser seinen Mac, der Linguist seine Wortliste? Warum also nicht einem Torsten sein Notebook?
Im Oktober 2004 fing so auch bei mir das Zeitalter des mobilen Rechnens an, und seitdem war ich selten länger als eine Woche von meinem Notebook getrennt. Ob ich beim ersten Praktikum bei FAST zur Schande der Firma an meinem eigenen Rechner gearbeitet, in Schweden mit mehreren MBit aus dem Internet gesaugt, in Bochum die Nächte durchzockt, in Heidelberg am PhraseHunter gehackt, in Tübingen in der großen Datenpromiskuität teilgenommen oder in Gladbeck damit meinen BA geschrieben habe – mein T41p hat mir immer treue Dienste geleistet.
Eine kleine Zusammenfassung:
- mehrere hundert Stunden Spielspaß
- einige Notabschaltungen beim Erstellen von FSTs im Hitzesommer 06
- 12 Kernelversionen (2.6.9 – .21, mit Ausnahme von 2.6.11)
- 4 Umzüge
- 1 Reparatur
- 0 zufriedenstellende Grafiktreiber für Linux
Was bleibt? Auf jeden Fall eine Vorliebe für ThinkPads und die Frage, ob Desktop-Rechner noch Sinn machen. So, genug Reflexion… Ab jetzt wirklich nur noch Substanz.


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