I See Dead Code

… as sounding brass, or a tinkling cymbal.

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Just Another Shock?

August 23rd, 2007 · 2 Comments

Nach einem länglichen Download (nur 1,8 GiB) kam ich dann auch in den Genuss, die Bioshock-Demo [] zu spielen. Ich brauchte nicht einmal einen neuen Grafiktreiber zu installieren (es schein t unter Computerspielern mittlerweile Mode zu sein, für neue Spiele auch einen neuen Treiber zu brauchen), denn das Spiel lief unter Notebook-kompatiblen Grafikeinstellungen durchaus flüssig und sah trotzdem fein aus.

Man glaubt es kaum, aber das Flugzeug in dem man zu Anfang sitzt, stürzt einfach mal so ab und man findet sich inmitten brennender Trümmer schwimmend wieder. Der Weg zum nahegelegenen Leuchtturm in der Mitte des Atlantiks wird atmosphärisch erhellt, und so bleibt nichts anderes übrig als die kleine künstliche Insel zu erklimmen und, von martialischen Sprüchen und imposanter Architektur leicht gedrängt in ein Bathyskap zu steigen.

Die Welt, in die man nun langsam hinabsinkt, ist das Spielzeug eines zu reichen Menschen, der sein Geld weder den Armen, noch Gott, noch allen anderen geben wollte (das, was seinem Geld seiner Meinung nach jeweils in den Washington, in Rom oder in Moskau passiert wäre) und daher in den fünfziger Jahren beschloss, die Stadt Rapture unter Wasser zu erbauen.

Nun wäre das natürlich alles nicht halb so spannend wenn dieser feine Plan nach Fertigstellung der Stadt nicht gründlich in die Hose gegangen wäre, und so kämpft man sich mit Hilfe eines normalgebliebenen Bewohners, mit dem man über Funk kommuniziert, dann durch Horden wildgewordener Bewohner, die einem irgendwie nach dem Leben trachten. Dazu kommen dann noch die sog. Plasmide, die die Gene des Spielers verändern (wunderbar passend zum Fünfziger-Trash-Ambiente) und zu diversen Zauberstückchen verhelfen.

Moment mal… Alle wahnsinnig? Alles kaputt? Ein Fremder, der per Funk Unterstützung gibt? „Technologische” Zauberstücke? Hacken von Technologie? Sinnloses, furchterregendes Gebrabbel der Gegner? Herumliegende Tagebücher und Komlogs? Visionen von Ereignissen, die an dem Ort stattfanden, an dem man sich gerade befindet? Konstanter Munitionsmangel? Eine hintergründige Überintelligenz?

Ja, die Ähnlichkeiten mit System Shock 2 sind viele und gewollt. Die Frage ist nur, ob das Spiel ein neueres, besseres System Shock 2 ist, oder ob die großspurigen Ankündigungen von totaler Freiheit für den Spieler nicht nur eben das sind, wofür es alle halten.

Die Demo beantwortet diese Fragen leider nicht. Die Atmosphäre des Spiels ist dicht, und alle, die System Shock nachts mit Kopfhörern gespielt haben, nur um beim ersten Phantom ihre komplette, ach so rare Munition zu verschwenden, werden sich zu Hause fühlen. Ähnlich wie Xerxes („Glory to the flesh. Glory to the mass.”) verkündet auch Andrew Ryan (der Gründer) allenthalben per Anschlag seine Weisheit, darunter solche Gemmen wie „Altruism is the root of all wickedness.”, und die Gegner reden so fröhlich über Kummer & Sorgen, dass man sich fast das eintönige „We are, we are, we are, we are” der Hybriden herbeiwünscht.

Das Video nach dem Ende der Demo hat noch eine ganze Menge recht interessanter Kampfszenen gezeigt. Ich denke, ich werde es hier so halten wie bei so vielen anderen Spielen auch: abwarten (immerhin hab ich noch Gothic 3 und Oblivion auf Halde), um es mir dann nächstes Jahr für eine kleine Marie zu kaufen.

Tags: games · lang:de

2 responses so far ↓

  • 1 Thomas // Aug 31, 2007 at 02:21

    Doom3 on LSD, I says!

  • 2 shlomme // Aug 31, 2007 at 18:08

    Hm, LSD? Bekommt man davon Angstschübe? Und Doom3 hat weniger “moralische” Entscheidungen für den Spieler parat…

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