I See Dead Code

… as sounding brass, or a tinkling cymbal.

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Reise-Eindrücke, Teil I

August 28th, 2008 · No Comments

Durch die Zeitverschiebung habe ich zwar kein Gefühl dafür, wie lange ich jetzt schon in den Staaten bin, aber es hat immerhin bis genau jetzt gedauert, bis ich hier den ersten „God bless America”-Aufkleber gesehen habe. „Hier” ist in diesem Falle das „Bean Scene”-Café in Downtown Sunnyvale.

Das ist zur Zeit auch genau das Niveau, auf dem ich mich bewege – Klischees. Ja, in den USA gibt es viele Autos, und für Radfahrer (mit geliehenem Fahrrad) ist es hier kein Zuckerschlecken. Ja, es sieht hier tatsächlich so aus wie im Film, Fernsehen oder Computerspielen. Sunnyvale selbst erinnert leicht an San Andreas (Hint: GTA), nur mit mehr Latinos. Die Leute fragen auch manchmal, wie es einem geht, die Häuser sind alle aus Holz. Weitere Klischees werden auf Anfrage gerne bestätigt.

Reise und Einreise verliefen größtenteils ereignislos und deutlich weniger wild als erwartet. Der Beamte am Schalter war zwar kein Ausbund an Freundlichkeit (entgegen dem Schild, auf dem versprochen wurde, dass jeder Einreisende freundlich begrüßt würde), aber mehr als drei Minuten und vier Fragen (Warum? Wohin? Wie lange? Zum wievielten Mal?) hat es nicht gedauert, und verschmierte Finger gab es dank elektronischer Fingerabdruckscanner auch nicht.

Die Zollabfertigung war ähnlich entspannt, weder Handgepäck noch Koffer wurden durchsucht, und auch die von mir deklarierten Geschenke im Wert von $13 wurden ohne weiteres akzeptiert. Alle Vorsichtsmaßnahmen in Bezug auf meine Daten hatten sich somit als nicht erforderlich erwiesen.

Betonen muss man auch, dass Frankfurt Flughafen eine ziemlich trostlose Veranstaltung ist im Gegensatz zu Liberty International, und während man von Frankfurt nichts, ja nicht einmal Mainhattan (hach, die Hessen) sieht, kann man von Newark aus fein nach Manhatten herüberschauen. Bim Abflug konnte man sogar die Freiheitsstatue erahnen, und während nach der Sicherheitskontrolle in Frankfurt eher Tristesse angesagt war, ging in Newark erst nach der Kontrolle die Post so richtig ab.

Mit Erfahrung in internationalen Flügen nicht gesegnet, kann ich sagen, dass Continental meine Erwartungen an Economy-Class-Interncontinentalflüge zumindest nicht enttäuscht hat. Die Reihen waren großzügig in 2-3-2-Sitzgruppen aufgeteilt, Essen und Getränke gab es ausreichend vom netten Begleitpersonal.

Die nächsten Tage sind erst einmal noch der Akklimatisierung geschuldet, dann geht es fürs Wochenende nach Los Angeles, daher werden die nächsten Einträge hoffentlich etwas weniger disparat.

Tags: california · travel

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