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	<title>I See Dead Code &#187; california</title>
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		<title>Essen</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Sep 2008 23:18:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>shlomme</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit dem letzten Eintrag sind doch fast zwei Wochen vergangen – und nicht etwa, weil es nichts zu berichten gäbe, sondern eher zu viel. Die Fülle der Geschehnisse und der sich vergrößernde Rückstand haben mich dann überzeugt, eine neue Strategie zu fahren: warten, bis genug passiert ist und ich alles Unwichtige vergessen habe. Mittlerweile war ich ziemlich häufig essen, habe aber nur wenig davon vergessen, deshalb finde ich es angebracht, ein kleines Wort über Essen in den USA zu sprechen.</p>
<h5>Essen</h5>
<p>Denkt man an Essen in den USA, ist der erste Gedanke höchstwahrscheinlich „richtig dicke Leute”, wahlweise auch „McDonald&#8217;s”, „Burger King” oder, für Exoten, „KFC”. Das ist so falsch natürlich nicht, aber auch nicht das ganze Bild, und es lohnt sich aus meiner Sicht (weder Gourmet, noch Lebensmittelchemiker, Koch, Bauer, Arzt oder Ernährungsphysiologe), das Phänomen der allgemeinen Verfettung von der Küche (bzw. ihrer Absenz) zu trennen.</p>
<p>In Deutschland bekommt man, was amerikanisches Fast-Food angeht, eher den unteren Rand des Spektrums mit. Zwar entbehren McDonald&#8217;s etc. nicht einer gewissen Exotik<sup>1</sup>, allerdings kann man kaum sagen, dass die international tätigen Ketten aufgrund der Qualität ihres Angebots so erfolgreich seien. Die Auswahl an Fast-Food-Restaurants in den USA ist groß, divers und durchaus für eine Überraschungen gut.</p>
<h5>Wie, keine Tiefkühltruhen&#8230;</h5>
<p>Was verbindet man die Fast Food? Klar, tiefgefrorenes Zeug, das von chronisch unterbezahlten und -motivierten Angestellten unter Zuhilfenahmen von Techniken, die Marx als  „Entfremdung des Menschen von seiner Arbeit” bezeichnet hat, in möglichst kurzer Zeit assembliert wird. Natürlich trifft der Aspekt der Geschwindigkeit zu, den man allerdings in kulturellem Zusammenhang sehen muss, denn jeder hat <em>people to see, places to go, things to do</em>. Also optimiert man, baut Drive-Thrus, stattet Autos serienmäßig mit Becherhaltern aus und sieht zu, dass man möglichst kurze Zeit auf sein Essen warten muss.</p>
<p>Geschwindigkeit muss aber nicht heißen, dass man genausogut einen Energieriegel aus dem Materiecompiler essen kann. BajaFresh und In-n-out-Burger bereiten alles aus frischen Zutaten her<sup>2</sup>. Das Essen ist gut, weit entfernt von der Qualität, die man erwartet<sup>3</sup>.</p>
<h5>Geschwindigkeit</h5>
<p>Schnelle Bedienung trifft aber nicht nur auf Fast-Food-Ketten zu. Auch in Restaurants, also da, wo man das Trinkgeld selber dazurechnen muss und man sich nicht einfach hinsetzen kann, wo man will, ist die Bedienung im Durchschnitt schneller als in Deutschland. Aber allein die Tatsache, dass die Haxe unter der Nase landet, bevor man „Schweins&#8230;” gesagt hat, heißt nicht, dass man den Teller auch in vergleichbarer Zeit leerfegen muss<sup>4</sup>. Aber wann man hungrig ins Lokal geht, ist es doch fein, dass man nicht noch eine Viertelstunde warten muss, bis die Bedienung vorbeikommt. </p>
<h5>(Mexikanische) Mengen</h5>
<p>Aber das Essen soll ja nicht nur schnell kommen und schmecken, sondern auch satt machen. In mexikanischen Lokalen liegt der Fokus deutlich auf dem letzten Punkt, und nicht zu meinem Verdruss. Im Restaurant irgendwo auf dem Sunset Boulevard in Hollywood, was glamouröser klingt, als es ist, denn der Sunset Boulevard ist lang<sup>5</sup> wurden für fünf Leute nicht nur zwei Körbe mit Nachos plus dazugehörender Soße aufgetischte, sondern auch stetig nachgefüllt bzw. ersetzt. Hätte man seinen Teller leergegessen und noch hungrig ausgesehen, wäre wahrscheinlich der Koch aus der Küche gekommen und hätte mit Gewalt gedroht, wenn man nicht noch einen Tortilla ist  – ein Schicksal, dass uns erspart blieb. Auch BajaFresh ist mir desbezüglich frisch im Gedächtnis. Wie muss es erst in Mexiko sein?</p>
<h5>Mehr &#038; Mehr</h5>
<p>„Mehr” trifft auch auf Supermärkte zu. Zwar gibt es zwischen den besseren Supermärkten in Deutschland und amerikanischen Supermärkten, was die Anzahl von Produkten angeht, nicht allzu große Unterschiede, nur leider sind die besseren Supermärkte in Deutschland rar gesät. <a href="http://www.frischecenter-zurheide.de/">Vergleichbare Supermärkte</a> sind hier häufig anzutreffen. Neben einigen Extras (Imbißtheke, fertige Kuchen, Apothekennische) fällt aber vor allem auf, dass vieles einfach in größeren Packungen kommt. In Deutschland sind die größten Darreichungsformen von Getränken die 1,5L-Flaschen, hier geht es auch gerne noch eine Stufe größer. Die großen Wasserkanister sind dabei allerdings eher der relativen Ungenießbarkeit des Brauchwassers geschuldet, das Chlor schmeckt man deutlich heraus, und unterscheiden sich damit auch nicht groß von Frankreich.</p>
<h5>Mehr Restaurants</h5>
<p>Über einzelne Restaurants werde ich am Ende der Reise mehr zu sagen haben, denn Besuche bei <a href="http://www.patisserieboissiere.com">Pâttiserie Boissiere</a> und <a href="http://www.chezpanisse.com">Chez Panisse</a> stehen noch aus.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_96" class="footnote"> für mich und meine Schwester war ein McDonald&#8217;s-Besuch in den 90ern vergleichbar mit einem Hochamt, bei dem kein traditinelles Restaurant mithalten konnte</li><li id="footnote_1_96" class="footnote"> hier wiederhole ich Behauptungen, ich hab es nicht selbst überprüft </li><li id="footnote_2_96" class="footnote"> und die Burger-Brötchen sind so wie sie sind <em>by Design</em>, leider </li><li id="footnote_3_96" class="footnote"> für alle, die den Autor kennen: Ja, ich bin mir der Ironie bewußt </li><li id="footnote_4_96" class="footnote"> der freundliche pinschergassiführende Herr, der uns das Lokal empfahl sei bedankt </li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Reise-Eindrücke, Teil I</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Aug 2008 23:55:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>shlomme</dc:creator>
				<category><![CDATA[california]]></category>
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		<description><![CDATA[Durch die Zeitverschiebung habe ich zwar kein Gefühl dafür, wie lange ich jetzt schon in den Staaten bin, aber es hat immerhin bis genau jetzt gedauert, bis ich hier den ersten „God bless America”-Aufkleber gesehen habe. „Hier” ist in diesem Falle das „Bean Scene”-Café in Downtown Sunnyvale.
Das ist zur Zeit auch genau das Niveau, auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Durch die Zeitverschiebung habe ich zwar kein Gefühl dafür, wie lange ich jetzt schon in den Staaten bin, aber es hat immerhin bis genau jetzt gedauert, bis ich hier den ersten „God bless America”-Aufkleber gesehen habe. „Hier” ist in diesem Falle das „Bean Scene”-Café in Downtown Sunnyvale.</p>
<p>Das ist zur Zeit auch genau das Niveau, auf dem ich mich bewege &#8211; Klischees. Ja, in den USA gibt es viele Autos, und für Radfahrer (mit geliehenem Fahrrad) ist es hier kein Zuckerschlecken. Ja, es sieht hier tatsächlich so aus wie im Film, Fernsehen oder Computerspielen. Sunnyvale selbst erinnert leicht an San Andreas (Hint: GTA), nur mit mehr Latinos. Die Leute fragen auch manchmal, wie es einem geht, die Häuser sind alle aus Holz. Weitere Klischees werden auf Anfrage gerne bestätigt.</p>
<p>Reise und Einreise verliefen größtenteils ereignislos und deutlich weniger wild als erwartet. Der Beamte am Schalter war zwar kein Ausbund an Freundlichkeit (entgegen dem Schild, auf dem versprochen wurde, dass jeder Einreisende freundlich begrüßt würde), aber mehr als drei Minuten und vier Fragen (Warum? Wohin? Wie lange? Zum wievielten Mal?) hat es nicht gedauert, und verschmierte Finger gab es dank elektronischer Fingerabdruckscanner auch nicht.</p>
<p>Die Zollabfertigung war ähnlich entspannt, weder Handgepäck noch Koffer wurden durchsucht, und auch die von mir deklarierten Geschenke im Wert von $13 wurden ohne weiteres akzeptiert. Alle Vorsichtsmaßnahmen in Bezug auf meine Daten hatten sich somit als nicht erforderlich erwiesen.</p>
<p>Betonen muss man auch, dass Frankfurt Flughafen eine ziemlich trostlose Veranstaltung ist im Gegensatz zu Liberty International, und während man von Frankfurt nichts, ja nicht einmal Mainhattan (hach, die Hessen) sieht, kann man von Newark aus fein nach Manhatten herüberschauen. Bim Abflug konnte man sogar die Freiheitsstatue erahnen, und während nach der Sicherheitskontrolle in Frankfurt eher Tristesse angesagt war, ging in Newark erst nach der Kontrolle die Post so richtig ab.</p>
<p>Mit Erfahrung in internationalen Flügen nicht gesegnet, kann ich sagen, dass Continental meine Erwartungen an Economy-Class-Interncontinentalflüge zumindest nicht enttäuscht hat. Die Reihen waren großzügig in 2-3-2-Sitzgruppen aufgeteilt, Essen und Getränke gab es ausreichend vom netten Begleitpersonal.</p>
<p>Die nächsten Tage sind erst einmal noch der Akklimatisierung geschuldet, dann geht es fürs Wochenende nach Los Angeles, daher werden die nächsten Einträge hoffentlich etwas weniger disparat.</p>
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