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	<title>I See Dead Code &#187; review</title>
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	<description>… as sounding brass, or a tinkling cymbal.</description>
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		<title>Fallout 3</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Nov 2008 14:06:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>shlomme</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gern schwelgt der Mensch in hypothetischen Fragen und ergeht sich in mehr oder weniger tiefsinnigen Betrachtungen der Welt und wie sie nicht ist. Was wäre, wenn Hitler noch lebte1, was, wenn alle Menschen plötzlich weg sind2, was, wenn die Sonne sich nicht um die Erde dreht.
Der Drang zur Konjektur, zur Hypothese hat uns viele Werke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gern schwelgt der Mensch in hypothetischen Fragen und ergeht sich in mehr oder weniger tiefsinnigen Betrachtungen der Welt und wie sie nicht ist. Was wäre, <a href="http://www.amazon.de/Adolf-Bonker-Walter-Moers/dp/3492046460">wenn Hitler noch lebte</a><sup>1</sup>, was, wenn alle Menschen <a href="http://www.amazon.de/Die-Welt-ohne-uns-unbev%C3%B6lkerte/dp/3492051324">plötzlich weg sind</a><sup>2</sup>, was, wenn <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/De_Revolutionibus_Orbium_Coelestium">die Sonne sich nicht um die Erde dreht</a>.</p>
<p>Der Drang zur Konjektur, zur Hypothese hat uns viele Werke beschert, manchmal zum tieferen Verständnis, manchmal einfach nur, um Mitmenschen zu erheitern. Manche Fragen sind belanglos – aber ist es nicht gerade das Wesen der scheinbar harmlosen Fragen, dass Millionen <em>angry Internet men</em> sich darüber aufregen können?</p>
<p>Eine dieser Fragen geisterte also nunmehr geraumer Zeit durch den Diskurs: „Was, wenn Bethesda Softworks ein Fallout-Spiel machen würde?”</p>
<p>Im Gegensatz zu vielen anderen Spiele-Entwicklern hat sich Bethesda nicht dazu durchringen können, nach seinem größten Erfolg<sup>3</sup> <a href="http://www.morrowind.de/">Morrowind</a> einfach still zu sterben, wie es Brauch ist (Ion Storm, Black Isle), oder seinen alten Meisterwerken erstmal keine Konkurrenz machen zu wollen (Bioware). Nein. Erst wollen sie ein besseres Spiel machen (Oblivion), und jetzt wollen sie ein Spiel machen, dass nicht nur noch besser ist als Oblivion, sondern sich auch en passant in eine Reihe von Klassikern einordnet. Aber Hybris wird eben auch heute noch von den Göttern bestraft. Nebst eben schon genannten Massen anonymer „Oblivion with Guns”-Schreiern waren auch <a href="http://www.escapistmagazine.com/articles/view/issues/issue_77/440-The-Rise-and-Fall-of-Troika.4">ein Designer von Fallout</a> nicht nur erbaut. </p>
<p>Was, aber ist nun aus Fallout 3 geworden? Nebst unakzeptablen konfigurationsabhängigen Instabilitäten<sup>4</sup> und der Tatsache, dass <a href="http://www.rockpapershotgun.com/2008/10/02/fallout-3-vs-drm-ultimate-battle/">entgegen den Versprechungen</a> doch <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Securom">SecuROM 7</a> eingesetzt wird, eben das, was zu erwarten war: ein Bethesda-Spiel.</p>
<p>Natürlich verwendet Fallout 3 das S.P.E.C.I.A.L.-System und basiert auf Erfahrungspunkten, entgegen dem <em>learning by doing</em><sup>5</sup> der Elder-Scrolls-Spiele. Aber davon ab ist es unverkennbar. Die offene, komplett begehbare Welt mit vielen Erkundungsmöglichkeiten und versteckten Orten, die Unmengen an mehr oder weniger nützlichem Krempel, die Möglichkeit, ein eigenes Haus zu haben, die Minispiele fürs Knacken von Schlössern. Der Fokus liegt eindeutig auf Erkundung und Erfüllung (bzw. überhaupt Entdeckung) der vielen Nebenaufgaben, nicht so sehr auf der Geschichte des Hauptquests. Und das bekommt das Spiel außerordentlich gut hin. </p>
<p>Dazu kommt das Kampfsystem, das nicht rundenbasiert ist. Allein schon diese Entscheidung hat Fallout 3 von Anfang an für alle „echten” Fans wohl unmöglich gemacht. Mir scheint aber, dass Bethesda in seinen Spielen zum Realismus strebt. Eben eine Weltsimulation, in der man eine Rolle spielen kann – im Sinne der Rogue-Spiele, nicht im Sinne einer geschriebenen Geschichte, deren Stationen man abhakt, und die normalerweise etwas mit der Rettung der Welt zu tun hat. Ein rundenbasierter Kampf verträgt sich nicht mit dem Anspruch an Realismus. Schließlich wartet man auch sonst nicht höflich, während eine mutierte Ameise sind heranmacht, einem das Fleisch von den Knochen zu nagen, nur weil man gerade nicht am Zug ist. Das V.A.T.S.-Konzept, Kämpfe in Echtzeit, aber mit Pausen- und Planfunktion (vereinfacht gesagt) hat sich schon in vielen anderen Rollenspielen erwiesen, und macht auch hier Sinn. Ich muss sagen, dass ich beim Ansehen von Video-Demos von V.A.T.S. befürchtet habe, dass Kämpfe auf Dauer zu langwierig sind. Bisher hat sich das aber nicht bestätigt, und ein komplett rundenbasierter Kampf spielt sich dann doch noch zäher ab, schließlich muss man hier nicht den Zug des Gegners abwarten.</p>
<p>Natürlich produziert gerade der Anspruch, eben eine Welt zu simulieren, sehr komische Effekte. Entfernungen müssen immer größer scheinen, da man schließlich nicht eine allzu große Welt simulieren kann. Die Dichte an „Dungeons” macht in den Ruinen einer Großstadt aber durchaus Sinn, schließlich sind moderne Städe nunmal komplett von Kanalisationen, U-Bahnen und sonstigem untertunnelt. Gerne durchstreift man das Gelände, wobei man sich wünschen würde, dass sich die Umwelt etwas weniger aggressiv verhält. So bleibt einem keine Wahl außer dem Schnellreise per Karte, wenn man mehreren Scharmützeln mit wilden Tieren oder Raidern entgehen will.</p>
<p>Bei diesem, wie auch anderen Spielen von Bethesda, habe ich das gleiche Gefühl, das Gefühl von großem Potenzial. Aber vielleicht wird es bei Fallout 3 so kommen wie bei den anderen Spielen, nämlich dass die Mod-Community das Spiel komplettiert. Natürlich wird es einige geben, die versuchen werden, mit der Engine Van Buren nachzubauen oder das Kampfsystem rundenbasiert zu machen – aber das braucht es gar nicht. Ein paar Tupfer hier und da, eine Anpassung des Schwierigkeitsgrades, weniger aggressive Tiere. Dazu noch ein paar Patches von Bethesda, um die Stabilitätsprobleme in den Griff zu kriegen, und fertig ist die Welt, in der man die Frage, was wäre wenn die Apokalypse schon passiert ist, beantworten kann. </p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_98" class="footnote"> damit <em>Goodwin&#8217;s Law</em> aus dem Weg ist </li><li id="footnote_1_98" class="footnote">außer vielleicht Hitler, man weiß es nicht</li><li id="footnote_2_98" class="footnote">gemessem am nicht weiter definierten <em>impact</em>, nicht Verkaufszahlen</li><li id="footnote_3_98" class="footnote"> nach ein wenig Herumspielerei konnte ich allerdings uf. 3h ohne Crash spielen </li><li id="footnote_4_98" class="footnote"> auch gennant <em>grind</em>  </li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>All work and no play: Psychonauts</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Mar 2008 15:14:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>shlomme</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Letzte Woche, nach der erfolgreich bestandenen Prüfung in „Pattern and Speech Recognition”, bin ich der Empfehlung von Zero Punctuation gefolgt und habe mir per Steam (Digital Delivery ist die Zukunft!) über meine arme, kleine Leitung Psychonauts gekauft. Weil die Steam-Preise in US-Dollar sind und der Dollar momentan so unglaublich günstig ist, hab ich mir auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche, nach der erfolgreich bestandenen Prüfung in „Pattern and Speech Recognition”, bin ich der <a href="http://www.escapistmagazine.com/articles/view/editorials/zeropunctuation/1368-Zero-Punctuation-Psychonauts">Empfehlung von Zero Punctuation</a> gefolgt und habe mir per Steam (Digital Delivery ist die Zukunft!) über meine arme, kleine Leitung Psychonauts gekauft. Weil die Steam-Preise in US-Dollar sind und der Dollar momentan so unglaublich günstig ist, hab ich mir auch noch <a href="http://www.shadowgroundsgame.com/survivor/">Shadowgrounds Survivor</a> und Portal geholt, die sind aber eher als Kurzzeitspiele anzusehen.</p>
<h2>Geschichte</h2>
<p>Um es kurz zu machen: Man spielt einen psi-begabten Jungen in einem Sommerlager für psi-begabte Kinder, der aus dem Zirkus ausgerissen ist, über dementsprechende akrobatische Fähigkeiten verfügt und auf den schönen Namen <i>Rasputin</i> hört. Das Sommerlager verfügt über so typische Einrichtungen wie Hütten mit Mehrstockbetten, Lagerfeuer, Trampoline, Kanus, eine Tauchkugel und Kammern für sensorische Deprivation.</p>
<p>Man könnte sich also hemmungslos dem Erkunden der liebevoll gestalteten Umgebung, dem Jagen von Schnitzeljagd-Gegenständen und anderen versteckten Gegenständen und dem gelegentlichen Ausflug in die Vorstellungswelten anderer Menschen (das wunderschöne „Basic Braining” wird in der ansonsten brillanten deutschen Übersetzung leider zu „Hirnanfängertraining”) beschäftigen, wenn da nicht ein wahnsinniger Zahnarzt wäre, der im Auftrag einer viel größeren Intelligenz die Hirne der Psi-Kadetten stiehlt.</p>
<p>Was danach beginnt, ist eine Reise durch die Köpfe &#8211; von Lehrern, von Wahnsinnigen, Tieren und auch den eigenen. In diesen Welten gilt es dann neben Aufträgen auch wieder eine Menge von Gegenständen zu finden, um die eigenen Fähigkeiten zu verbessern. Die Begriffe <i>emotional baggage</i>, geistige Spinnweben und <i>figments of the mind</i> nehmen dabei dann gerne auch mal physische Formen an. Am Ende steht natürlich die große Versöhnung, und auch die Sommerliebe darf nicht zu kurz kommen.</p>
<h2>Ein Feuerwerk der Ideen</h2>
<p>Um es kurz zu sagen, es ist fast beschämend, wie verschwenderisch die Entwickler mit Ideen umgegangen sind. Wo andere aus einer halben Idee fünfzehn Spiele machen (Beispiel kann sich jeder selber denken), hat Tim Schafer jede Vorstellungswelt einmalig gemacht. Teilweise sind es <i>normale</i> Orte (ein Theater mit einem übergroßen Kritiker, der mit dem Akzent von Reich-Ranicki spricht, die Kriegserinnerungen eines Veteranen, eine nie-endende Party).</p>
<p>Und dann kommt man an andere Wort und denkt, dass man hier ein komplettes Spiel verbringen könnte. Allein aus der Waterloo-Welt hätte man eine Serie von Baldur&#8217;s-Gate-Ausmaßen entwickeln können, und in Japan gibt es bestimmt auch einen Markt für Godzilla-Simulatoren (obwohl die kleinen Lungenfische, deren Stadt man verwüsten darf, dann doch etwas irritierend wären). Auch die Innenwelt eines Paranoikers mit dem beständigen Kampf zwischen Gut (äh&#8230; den Regenbogenzwergen) und Böse (der Trenchcoat-Brigade) ist wunderbar gestaltet.</p>
<p>Aber auch die Realität, oder zumindest was davon dargestellt wird, lässt an Absurdität nichts zu wünschen übrig. Die Hüpf- und Kletterpartie durch das etwas andere Irrenhaus hat bei mir allein durch die schiere Vorstellung Höhenangst ausgelöst, und am Ende wartete die kleine Shegor (auch hier bricht das englische Original leider durch) mit ihrer süßen Haustier-Schildkröte.</p>
<h2>Ende</h2>
<p>Am Ende, aber wo ist es anders, wirkt dann alles etwas gehetzt. Allein die Sequenz, in der man ganz Hirn ist, hätte etwas länger sein können. Die Bosskämpfe am Ende beschränken sich darauf, dass man gesagt bekommt, wo die einzige Schwachstelle des jeweiligen Gegners ist, damit man diese dann dreimal hintereinander ausnutzen kann, und die Kletterpartie im Zirkus ist BRUTAL schwer in einem Maße, der den Kampf am Ende von Half-Life, in den man vom G-Man geschickt wird wenn man sein Angebot ablehnt, fast schon wieder fair erscheint. Die schöne Endsequenz versöhnt dann aber wieder.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Psychonauts ist extrem ideenreich, und absurd komisch. Die Level laden zum Erkunden ein, was auch immer belohnt wird. Oft gibt es mehrere Möglichkeiten, ein gegebenes Problem zu lösen. Die Geschichte wird gut vorangetrieben, es gibt viele vorgerenderte und In-game-cutscenes, die Charaktere sind liebevoll gestaltet, überhaupt alles stimmt. Alleiniger Wermutstropfen ist, dass das Spiel seine Geburt auf der Konsole nicht ganz verleugnen kann und die Steuerung am PC dementsprechend furchtbar ist (in einem Deus Ex: Invisible War-Sinne furchtbar). Wenn man also etwas Plattformherumspringen mag und auch einer schön erzählten Geschichte nicht abgeneigt ist, dann gibt es, wie Yahtzee schon sagt, keine Grund, das Spiel nicht zu spielen &#8211; zumal der Preis von $19,95 wirklich nicht zu hoch ist und es das Spiel für alle Plattformen außer der Wii gibt.</p>
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		<title>Persepolis</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Dec 2007 01:08:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>shlomme</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war fast ein glücklicher Zufall, dass mir fast pünktlich zum Filmstart von Persepolis noch einmal ein ausreichend großer Batzen freier Zeit vom Schicksal in den Schoß gelegt wurde, sodass ich kurz vorher noch einmal die beiden Comics lesen konnte. Dermaßen vorbereitet habe ich mir den Film angesehen, der mich im ersten Drittel stark enttäuscht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war fast ein glücklicher Zufall, dass mir fast pünktlich zum Filmstart von Persepolis noch einmal ein ausreichend großer Batzen freier Zeit vom Schicksal in den Schoß gelegt wurde, sodass ich kurz vorher noch einmal die beiden Comics lesen konnte. Dermaßen vorbereitet habe ich mir den Film angesehen, der mich im ersten Drittel stark enttäuscht, danach aber durch souveräne Verarbeitung des doch eher unpolitischen Rests wieder versöhnt hat.</p>
<h2>Die Politik</h2>
<p>Ganz klar, will man die paar hundert Seiten Persepolis auf 96 Minuten trimmen, fällt die eine oder andere Sachen dem Rasierer zum Opfer. Warum aber gerade am politischen Teil der Reihe, nämlich dem Teil vor dem ersten Europa-Aufenthalt, so krass gespart werden muss, ist mir nicht klar geworden. Die Hintergründe der Revolution werden zwar erläutert, aber warum aus einer gesamtgesellschaftlichen Revolution plötzlich ein (bzw. <i>der</i>) islamistische Staat entsteht, wird nicht ganz klar. Viele Entwicklungen im Film wirken stark episodenhaft und es fehlt an Kohärenz zwischen den einzelnen Geschichten. Am stärksten ist mir noch die generelle Beißhemmung gegenüber dem islamistischen Staat an sich aufgefallen – mein Eindruck war, dass die Kritik im Buch sehr viel deutlicher war. Im Film dagegen ist der Fokus mehr auf den Entgleisungen einzelner. Trotzdem kann man den ersten Teil mit Gewinn sehen und noch etwas über die Geschichte des Iran lernen.</p>
<h2>„Spätpubertäre Nabelschau”</h2>
<p>Intensiver, persönlicher, aber auch lustiger wird der Film ab der Zeit der Autorin in Wien. Viele der gelungenen visuellen und sprachlichen Witze aus dem Buch werden souverän auf die Leinwand übertragen, aber der Film wird auch um einige Sequenzen bereichert, die so nicht im Buch waren, und in einem Comic wohl auch nicht funktioniert hätten. So z. B. der <i>running gag</i> mit dem Hündchen ihrer Vermieterin, oder die Rückschau auf die gescheiterte Beziehung. Sehr gut gelungen ist generell auch der Einsatz von Musik, und ein aufmerksames Sehen des Filmes liefert interessante Aufschlüsse über die grundlegenden Unterschiede zwischen den Mechanismen von Comics und Zeichentrickfilmen.</p>
<p>Auch werden einige Andeutungen an Geschehnisse gemacht, die sich so (meiner Erinnerung nach) nicht im Buch befanden. Was den Film aber in diesem Teil von den „spätpubertären Nabelschau”en, wie die anderen autobiographischen Comics im Klappentext der gebundenen Ausgabe genannt werden (und den die SZ-Autorin in, wie ich unterstelle, überzeugter Ignoranz der Fakten gerne <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/263/143940/">ohne Quellenangabe zitiert</a>.), sei dahingestellt.</p>
<h2>Eindrücke</h2>
<p>Sehr interessant sind, wie gesagt, die Unterschiede zwischen Verfilmung und Vorlage. Während das Buch zum Beispiel völlig mit Schwarz für alle Lagen auskommt, sind die Hintergründe im Film in einem… verwaschenen? verschmierten? Grau gehalten. Dazu sind sie noch komplett statisch, was insgesamt nicht sonderlich inspiriert wirkt. Natürlich kann Schwarz auf der Leinwand nicht so gut funktionieren wie im Buch, und das eine Änderung daher notwendig war, ist selbstverständlich. Allein die Ausführung lässt doch zu wünschen übrig.</p>
<p>Wie schon von anderen Autoren über den Unterschied zwischen Kino und Computerspielen bemerkt (den Artikel würde ich vielleicht sogar finden, wenn ich lange genug suchen würde), ist es für Filmemacher viel einfacher, die Emotionen des Publikums zu manipulieren. Die Szene, in der Marji nach zwei Monaten Leben auf der Straße zum ersten Mal mit ihren Eltern telefoniert, gerät im Kino sehr viel emotionaler als im Buch und ging mir zumindest sehr viel näher. Allerdings war das die einzige Stelle, wo mir so etwas aufgefallen ist.</p>
<p>Für aufmerksame Zuschauer hatte der Film auch einige wenig sichtbare visuelle Spielereien, was im Buch schon durch die Form (kleines Format, nur Schwarz/Weiß) kaum möglich war. So sieht man zum Beispiel bei der Jodelsequenz im Hintergrund ein Schattenmännchen den Arm zum Hitlergruß heben. Mein persönlicher Favorit allerdings ist die Szene, in der zu den ungefähren Worten „Wir waren eins” Marji den Rauch des ausatmet, den ihr Freund gerade eingesogen hat.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Insgesamt ein sehenswerter Film, und Kenntnis beider Formen des Werkes erweist sich als sehr lohnenswert. Auch wenn man die besten Witze des Comics im Film schon vorhersehen kann, ist man trotzdem amüsiert. Einziger Wermutstropfen: Das schöne Bild mit dem Passfälscher im schwedischen Exil fehlt.</p>
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		<title>Der Schrecksenmeister</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Sep 2007 20:51:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>shlomme</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Monate-, ja fast jahrelang mussten wir auf das Erscheinen des Schrecksenmeisters warten &#8211; in meinem Fall war es noch fast schlimmer, hatte mir doch eine Freundin das Buch zu Weihnachten 2006 schenken wollen. Es hat dann doch noch etwas gedauert. Laut dem „Nachwort der Übersetzers” lag es daran, dass er (Moers) nach der eigentlichen Fertigstellung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Monate-, ja fast jahrelang mussten wir auf das Erscheinen des Schrecksenmeisters warten &#8211; in meinem Fall war es noch fast schlimmer, hatte mir doch eine Freundin das Buch zu Weihnachten 2006 schenken wollen. Es hat dann doch noch etwas gedauert. Laut dem „Nachwort der Übersetzers” lag es daran, dass er (Moers) nach der eigentlichen Fertigstellung auf oft geäußerten Leserwunsch hin alle Mythenmetzschen Abschweifungen entfernt hat und dadurch das Buch insgesamt 700 Seiten (!?) kürzer gemacht hat.</p>
<p>Dass dies die ganze Wahrheit nicht ist, merkt man daran, dass die Illustrationen am Ende des Buches auffällig selten werden. Bekommt man am Anfang noch Bilder vom Wurzmännchen, Schmerzenskerzen, alchimistischer Apparaturen samt Leidener Männlein, von Ledermäusen, Schuhus, Schrecksen &#038; Meistern gezeigt, so vermisst man doch am Ende Bilder der Schneeweißen Witwe, des Goldenen Eichhörnchens, der Brautschreckse und des Fettkellers. Auch ein Bild von Eisenstadt hätte man gerne gehabt und die Anatomie von Laufwolf, Roggenmume, Zyklopenmumie und Haselhexe hat man auch nicht unbedingt abrufbar (ein Grund mehr, die noch fehlenden Romane zu meiner Bibliothek hinzuzufügen).</p>
<p>Das Geschichte selbst ist auch <a href="http://www.eichhornundhase.de/blog/2007/07/05/walter-moers-die-13%c2%bd-leben-des-kapt%e2%80%99n-blaubar/"> gewohnt hohem Niveau</a>, auch wenn der Protagonist am Ende durch mehrere Dei ex machinis gerettet werden muss. Solcherlei Kunststückchen verzeiht man Moers aber allzu gerne, schließlich stiehlt er dem Leser keine Zeit, sondern uterhält ihn aufs Köstlichste. Auch beim Schrecksenmeister kam es vor, dass ich auf den ersten 200 Seiten (die man durchaus am ersten Abend liest) immer wieder und ohne sichtbaren Grund loslachen musste.</p>
<p>Die Stilmittel, die Moers dabei in seinem Buch verwendet, sind dabei alle schon bekannt. Sei es die Platzverschwendung durch Wiederholung immer des gleichen Wortes (man denke nur an das unsterbliche <b>Brummli!</b> in „Ensel und Krete”), Binnenerzählungen, Aufzählungen, die ins Absurde abdriften („Schlangen, Skorpione, Tollwutfüchse, Laubwölfe, Mondscheinschatten” oder „Lanthan, Samarium, Praseodym, Ytterbium, Gelfensilber, Cronosit”) und natürlich die freie Verwendung verschiedener Schrifttypen in Dialog, um bestimmten Wesen einen besonderen <i>touch</i> zu verleihen.</p>
<p>Ein weiterer Kompositionsansatz von Moers ist es, sich in jedem Roman ein Fabelwesen herauszugreifen, dessen Fähigkeiten zu beleuchten und diese für den Roman unverzichtbar zu machen: in „Ensel &#038; Krete” sind es die Fhernhachen, die sich von Zuneigung ernähren, in „Rumo und die Wunder im Dunklen” die schachspielenden Wolpertinger und ihr silberner Faden, in „Die Stadt der träumenden Bücher” die Lindwürmer &#8211; und in „Der Schrecksenmeister” die Kratzen und ihre Fähigkeit, mit jeglichem Lebewesen zu sprechen. Das führt natürlich zu absurdesten Gesprächen („Niemand versteht die Ledermäuse!”), und zusammen mit der Schilderung von Sledwaya, der kränksten Stadt Zamoniens zu einem kurzweiligen Lesevergnügen, das, im Gegensatz zur üblichen zamonischen Literatur, natürlich happy endet &#8211; ganz wie ein richtiger Prinz-Kalthblut-Roman.</p>
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		<title>Christenarm &amp; Heidenreich – Die Bücherkolumne</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Aug 2007 18:28:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>shlomme</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Pears, Iain: An Instance of the Fingerpost
Es ist natürlich eine feine Ehre für ein Buch, mit Ecos „Der Name der Rose” verglichen zu werden, dieser Mischung aus Mittelalter-Krimi und zwecklos-fröhlicher scholastischer Diskussion. In meinem Fall aber führte dieser überbordende Vergleich eher dazu, dass ich das Buch sehr reserviert anfing und mich auf den ersten 300 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Pears, Iain: An Instance of the Fingerpost</h2>
<p>Es ist natürlich eine feine Ehre für ein Buch, mit Ecos „Der Name der Rose” verglichen zu werden, dieser Mischung aus Mittelalter-Krimi und zwecklos-fröhlicher scholastischer Diskussion. In meinem Fall aber führte dieser überbordende Vergleich eher dazu, dass ich das Buch sehr reserviert anfing und mich auf den ersten 300 Seiten dafür auch nicht begeistern konnte. Aber der Reihe nach.</p>
<h2>Aufbau</h2>
<p>Das Buch besteht aus vier Abschnitten, die jeweils die Sichtweise einer der an der Handlung beteiligten Personen beschreibt; so erlebt man die Schlüsselsequenzen der Geschichte aus vier verschiedenen Perspektiven. Das kann eine feine Idee sein (man denke nur an die „Trilogy of Error” der Simpons), ist aber allein noch kein Garant für Lesevergnügen; und noch viel weniger ein unbeschwertes. Oft genug habe ich mir gewünscht, an bestimmten Schlüsselstellen der Erzählungen kleine bunte Zettel hinterlassen zu haben, denn es lohnt sich oft nachzulesen, <i>was genau</i> gesagt bzw. nicht gesagt wurde.</p>
<h2>Nein, nicht noch einmal Quicksilver!</h2>
<p>Der eigentliche Grund dafür, dass mich die erste Erzählung so furchtbar lange gekostet hat, war die viel zu große Ähnlichkeit mit Neal Stephensons Quicksilver. Nicht das die Geschichten ähnlich gewesen wären (was war überhaupt die Geschichte von Quicksilver? Oder waren es einfach nur aneinandergereihte Worte, zur Unterstützung der papierverarbeitenden Industrie?), aber das Ambiente im England des 17. Jahrhunderts, mit den großen Personen der wissenschaftlichen Revolutionen zu dieser Zeit. Zwar sind diese nicht die gleichen, aber die geführten Diskussionen, der Übergang von abergläubisch inspirierter Gelehrsamkeit zur Naturphilosophie und die Missgunst zwischen den kontinentalen und englischen Gelehrten sind zu ähnlich, als dass ich den ersten Teil unbeschwert hätte genießen können.</p>
<p>Auch die eigentlich Erzählung kommt ohne größere Überraschungen daher. Zwar wird man das Gefühl nicht los, dass für <i>den</i> Mord die falsche Person überführt wurde, sicher ist man sich jedoch nicht. So kam es dann am Ende, dass ich mich gefragt habe, warum ich die ganze, doch recht unspektakuläre Geschichte noch dreimal durchlesen muss.</p>
<h2>Stephenson, begone!</h2>
<p>Die nächsten zwei Geschichten zertrümmern die erste Schilderung recht gründlich und man weiß nach der dritten Geschichte nicht mehr, was in den anderen Geschichten Lüge, was Unterlassung, was Falschinterpretation und was Einbildung war. Jeder Erzähler zeichnet völlig andere Bilder der beteiligten Person. Jede <i>intentio auctoris</i> ist für den Leser offensichtlich und jeder Erzähler ist auf seine Art und Weise leicht abstoßend: der ein wenig unbedarfte, aber ehrrührige italienische Gelehrte, der blasierte verarmte Aristokrat, der versucht die Ehre seines Vaters wiederherzustellen und der paranoide und xenophobe englische Mathematikprofessor, der in einem fort die Bibel zitiert.</p>
<p>Schlussendlich weiß man nur, dass jeder jeden als völlig unzurechnungsfähig hinstellt, als eklatanten Lügner oder als Irren. Eine Auflösung der Mysterien ist immer nur scheinbar in Sicht.  Bei dem einfachen Mord bleibt es natürlich nicht, es darf hemmungslos auf Staatsebene intrigiert werden.</p>
<h2>Die wirklich wahrste Wahrheit…</h2>
<p>… wird natürlich im letzten Teil präsentiert. Viele der Vermutungen, die der aufmerksame Leser vorher nur hegen konnte, werden bestätigt. Verschwörungen haben natürlich den Hang dazu, immer noch eine Ebene höher angesiedelt zu werden, mit einer noch geheimeren, gefährlichen Wahrheit, die in weniger gefährliche Lügen gekleidet werden musste. Der Mord wird dabei verständlicherweise zur Nebensache, dafür dringt wörtlich zu nehmende messianische Charakter einer der Personen in den Vordergrund, was eine starke religiöse Note in ein ansonsten recht rationales Werk bringt.</p>
<h2>Insgesamt</h2>
<p>Durchaus empfehlenswert, wenn auch teilweise mit Längen. Durch den ersten Teil sollte man sich durchbeißen, danach wird es interessant und unterhaltsam, manchmal lernt man sogar noch etwas englische Geschichte dabei. Für die ersten zwei Drittel habe ich drei Wochen gebraucht, für das letzte einen Tag.</p>
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		<title>Torsten testet: Das Café im Hinterhof</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jun 2007 13:33:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>shlomme</dc:creator>
				<category><![CDATA[lang:de]]></category>
		<category><![CDATA[munich]]></category>
		<category><![CDATA[review]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Café im Hinterhof
Von besorgter Seite mit flammenden Worten von der Wichtigkeit des Frühstücks für einen gesunden und glücklichen Tagesablauf überzeugt, machte ich mich am späten Samstagmorgen auf, das Café im Hinterhof, in Haidhausen gelegen, zu besuchen. Von der Beliebtheit des Cafés konnte ich mich sofort überzeugen, denn es war gerammelt voll. Die Plätze auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Das Café im Hinterhof</h2>
<p>Von besorgter Seite mit flammenden Worten von der Wichtigkeit des Frühstücks für einen gesunden und glücklichen Tagesablauf überzeugt, machte ich mich am späten Samstagmorgen auf, das Café im Hinterhof, in Haidhausen gelegen, zu besuchen. Von der Beliebtheit des Cafés konnte ich mich sofort überzeugen, denn es war gerammelt voll. Die Plätze auf der Terasse waren durch das Wetter leider nicht allzu verlockend, so verließ ich die Örtlichket und eilte, vom Hunger und von der Angst, mein Frühstück zu verpassen, getrieben, zu einer nahegelegenen Bäckerei und versorgte mich dort.</p>
<p>Einen ergebnislosen Einkaufsbummel durch die Innenstadt später suchte ich das Café, diesmal mit freien Plätzen, erneut auf. Von der Bemerkung über offene Tees in der Karte angenehm überrascht, bestellt ich einen Tee und bekam ein schönes Service im chinesischen Stil mit einem Kännchen für drei Tassen und (oha!) Grümmelkandis. Es waren wohl Fachleute am Werk. Der Tee war tatsächlich lose und auf qualitativ sehr akzeptabel</p>
<p>Die Einrichtung ist nett, auch wenn die Stühle nicht zum allerlängsten Aufenthalt animieren. Das Lärmniveau ist annehmbar, die beiden IT-Freiberufler am nächsten Tisch, die lautstark eine Webseite planten waren deutlich störender. Die Lage ist sehr ruhig – wie man aus dem Namen schließen kann, eben in einem Hinterhof. Nichtsdestotrotz sehr grün und als ich dort so saß, mit Massen von Lesestoff vor mir aufgehäuft, hat mir nur ein malerischer Regen gefehlt, der mich zu einem längeren Aufenthalt gezwungen hätte.</p>
<h2>Kurz &#038; Pauschal</h2>
<ul>
<li><strong>Teeauswahl</strong>: ansprechend</li>
<li><strong>Karte</strong>: reichhaltig, muss unbedingt mal zum Frühstück hin</li>
<li><strong>Preise</strong>: niedrig, das Kännchen Tee 3,30 €</li>
<li><strong>Bedienung</strong>: freundlich und zügig</li>
<li><strong>Ambiente</strong>: ansprechend, Jugendstil</li>
<li><strong>Erreichbarkeit</strong>: 10min vom Ostbahnhof</li>
<li><strong>Lage</strong>: ruhig, keine Straße etc.</li>
<li><strong>Publikum</strong>: erträglich, 25+</li>
<li><strong>Sanitäranlagen</strong>: keine Inanspruchnahme</li>
</ul>
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		<title>Torsten testet: Das Cafiko</title>
		<link>http://shlomme.diotavelli.net/2007/05/22/torsten-testet-das-cafiko/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2007 22:13:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>shlomme</dc:creator>
				<category><![CDATA[lang:de]]></category>
		<category><![CDATA[munich]]></category>
		<category><![CDATA[review]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Cafiko
Das Cafiko, sich selbst als Künstlercafé bezeichnend, liegt im malerischen Haidhausen in der Nähe des Bordeauxplatzes (Karte). Die ganze Gegend mit all den frankophonen Platz- und Straßennamen ist angenehm unaufgeregt und bietet ein attraktives Gegenstück zur überfüllten Innenstadt und besonders zu dem, was rund um den eher blasierten Odeonsplatz anzufinden ist.
Das Café selbst ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Das Cafiko</h2>
<p>Das Cafiko, sich selbst als Künstlercafé bezeichnend, liegt im malerischen Haidhausen in der Nähe des Bordeauxplatzes (<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&#038;hl=de&#038;q=Breisacher+Stra%C3%9Fe,+M%C3%BCnchen&#038;sll=50.092393,10.195313&#038;sspn=15.356,39.814453&#038;ie=UTF8&#038;z=16&#038;om=1">Karte</a>). Die ganze Gegend mit all den frankophonen Platz- und Straßennamen ist angenehm unaufgeregt und bietet ein attraktives Gegenstück zur überfüllten Innenstadt und besonders zu dem, was rund um den eher blasierten Odeonsplatz anzufinden ist.</p>
<p>Das Café selbst ist wunderschön eingerichtet, ohne Stilbrüche und ohne zu dick aufzutragen – kurz gesagt, es passt alles zusammen. Die Bücher in den Regalen sind auch echt. Die Karte selbst ist weder für den großen noch für den Teehunger vorbereitet, aber trotzdem nett. Der Pfefferminztee mit frischer Nana-Minze goutiert, das letzte Mal hab ich so etwas mit Blick auf das Centre Pompidou getrunken; und die (nach Angabe) selbstgebackenen Kuchen sahen gut aus, das Teststück erfüllte auch prompt die Erwartungen.</p>
<p>Insgesamt ruhig und durchaus zum längeren Leseaufenhalt geeignet. Innen war es am Samstag fast die ganze Zeit komplett leer, was mich etwas überrascht hat, die Tische an der Straße waren aber fast durchgängig besetzt. Allerdings zur Zeit auch mit Blick auf schöne orangefarbene Baustellenabsperrungen ausgestattet. Das Publikum selbst war langweilig, meist mittelalte Elternteile in Fahrradklamotten. Man muss ja nicht hinkucken, vor allem nicht, wenn man eine der ausliegenden Zeitungen lesen kann.</p>
<h2>Kurz &#038; Pauschal</h2>
<ul>
<li><strong>Karte</strong>: akzeptabel</li>
<li><strong>Preise</strong>: mittel</li>
<li><strong>Bedienung</strong>: präsent, zügig</li>
<li><strong>Ambiente</strong>: sehr schön</li>
<li><strong>Erreichbarkeit</strong>: 5min vom Ostbahnhof</li>
<li><strong>Lage</strong>: schön, leider momentan mit Baustelle vorm Haus</li>
<li><strong>Publikum</strong>: erträglich, am Samstag kaum vorhanden</li>
<li><strong>Sanitäranlagen</strong>: nicht getestet</li>
<li><strong>Zum Wiederkommen</strong>: definitiv</li>
</ul>
<p>
<strong>Webseite</strong>: <a href="http://www.cafiko.de/">http://www.cafiko.de/</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Endlich auch im Hause Marek: Donjon</title>
		<link>http://shlomme.diotavelli.net/2007/05/19/endlich-auch-im-hause-marek-donjon/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 May 2007 16:52:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>shlomme</dc:creator>
				<category><![CDATA[comics]]></category>
		<category><![CDATA[lang:de]]></category>
		<category><![CDATA[review]]></category>

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		<description><![CDATA[Donjon Monster, Band 1: Hans-Hans der Schreckliche
Ich habe heute versucht, einen Grund zu finden, warum ich mir nie einen der Donjon-Comics von Trondheim/Sfar gekauft habe. Den ersten Comic dieser Reihe(n), damals noch von Carlsen aufgelegt, habe ich wahrscheinlich noch im alten Jahrtausend in der exzellenten Gladbecker Stadtbücherei gelesen; und durch sie allein habe ich Lewis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5 class="useful">Donjon Monster, Band 1: Hans-Hans der Schreckliche</h5>
<p>Ich habe heute versucht, einen Grund zu finden, warum ich mir nie einen der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Donjon_%28Comic%29">Donjon</a>-Comics von Trondheim/Sfar gekauft habe. Den ersten Comic dieser Reihe(n), damals noch von Carlsen aufgelegt, habe ich wahrscheinlich noch im alten Jahrtausend in der exzellenten Gladbecker Stadtbücherei gelesen; und durch sie allein habe ich Lewis Trondheim kennengelernt. Allerdings hatte die Bücherei damals alle Donjon-Bände, aber keine vom Herrn Hase – logisch also, dass ich zuerst letztere gekauft habe.</p>
<p>Die Herr-Hase-Reihe ist mittlerweile abgeschlossen (Über meine Gefühle zum letzten Band muss ich auch noch einmal schreiben. Am besten noch sollte der Beitrag dann auf Französisch übersetzt und Trondheim ans Ohr getackert werden: „Ne dézinguez pas mes héros!” oder so…), ich habe angefangen, neue Reihen zu kaufen (Isaak der Pirat, Bone, Don Rosa: Onkel Dagobert, Die Katze des Rabbiners, Mit Mantel und Degen, Fables) und einige auch schon abgeschlossen (z.b. Sandman). Die Veröffentlichungsrechte für Donjon sind von Carlsen zu Reprodukt übergegangen, über die Gründe kann ich nur spekulieren. Immerhin werden die meisten anderen Comics der Clique (Trondheim, Sfar, Blain, Larcenet) auch dort aufgelegt, vielleicht hat Carlsen auch keine großen Gewinne mehr in Donjon gesehen. Dafür macht Reprodukt die schöneren Comics.</p>
<p>Auch mühen sie sich redlich, die bereits vergriffenen Bände wieder neu aufzulegen und die sonst recht wild wurzelnden Serien einzudeutschen, wofür ihnen der Dank des frankophilen Freundes des absurden Zeichenwerks gebührt. Allein, die Unterstützung habe ich bisher vermissen lassen. Immer gab es noch was anderes zu kaufen, noch was anderes auszuprobieren. Doch schon bald ist die Zeit der reuelosen Massenliteratureinkäufe wieder vorbei, daher jetzt mein aller-allererster eigener Donjon-Comics.</p>
<p>Zum Inhalt selbst wie gewöhnlich hier eher wenig. Man trifft einige alte Bekannte (z.b. das Schwert des Schicksals, die Hasentaverne) und erfährt, dass Hans-Hans nicht immer zweigeteilt war. Das alles garniert mit der üblichen Absurdität und dem leichtfertigen Spiel mit dem Leben der Bewohner der Donjon-Welt (u.a. werden eine Pirateninsel und eine Astronomen-und-Astrologen-Stadt entvölkert), wie immer ein großer Spass.</p>
<ul>
<li><strong>Titel</strong>: Donjon Monster, Band 1: Hans-Hans der Schreckliche [<a href="http://www.amazon.de/Donjon-Monster-01-Hans-Hans-Schreckliche/dp/3938511761/ref=sr_1_2/028-3503958-2309331?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1179593155&#038;sr=8-2">↪</a>]</li>
<li><strong>Autoren</strong>: Lewis Trondheim und Joann Sfar</li>
<li><strong>Zeicher</strong>: Mazan</li>
<li><strong>Verlag</strong>: Reprodukt</li>
<li><strong>Preis</strong>: 12€</li>
<li><strong>Zeichenstil</strong>: Kein Überraschung. Wo Trondheim draufsteht, ist Trondheim drin, selbst wenn er nicht selbst zeichnet.</li>
<li><strong>Zitat</strong>: <em>„Meine Frau hat Recht, Magier Narboni. Ein Gasthaus, in dem die Gäste gegessen werden, ist ohne Gäste zum Essen ein ziemlich hungriges Gasthaus…”</em></li>
<li><strong>Empfehlung</strong>: Ja.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Comic-Neuanschaffungen</title>
		<link>http://shlomme.diotavelli.net/2007/05/17/comic-neuanschaffungen/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2007 15:40:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>shlomme</dc:creator>
				<category><![CDATA[comics]]></category>
		<category><![CDATA[lang:de]]></category>
		<category><![CDATA[review]]></category>

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		<description><![CDATA[Trondheim: Approximate Continuum Comics
Ein Comic von Lewis Trondheim, über Lewis Trondheim, mit Figuren, wie man sie aus den Herr-Hase-Bänden kennt. Auch die Episoden erinnern zuweilen an die „realistischen” Abenteuer vom guten Herrn Hase (Ganz im Ernst, Liebe und andere Kleinigkeiten, Slaloms, Wie das Leben so spielt). Oft einfach Schilderungen des Alltags, auch wenn das Trondheim-Alter-Ego [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5 style="font-size: 16px">Trondheim: Approximate Continuum Comics</h5>
<p>Ein Comic von Lewis Trondheim, über Lewis Trondheim, mit Figuren, wie man sie aus den Herr-Hase-Bänden kennt. Auch die Episoden erinnern zuweilen an die „realistischen” Abenteuer vom guten Herrn Hase (Ganz im Ernst, Liebe und andere Kleinigkeiten, Slaloms, Wie das Leben so spielt). Oft einfach Schilderungen des Alltags, auch wenn das Trondheim-Alter-Ego viel düsterer daherkommt und innere Monologe führt und man fragt sich, warum das trotzdem funktioniert und manchmal auch ganz lustig ist.</p>
<p>Zusätzliche Würze wird dem ganzen dadurch verliehen, dass die realen Entsprechungen der auftretenden Charaktere von Trondheims Projekt wussten und somit durchaus versuchen, ihr Auftreten entsprechend anzupassen. Was dann von Trondheim wieder verarbeitet wird – genau wie die Kommentare der auftretenden Personen am Ende des Buches, inklusive seiner Mutter.</p>
<ul>
<li><strong>Titel</strong>: Approximate Continuum Comics [<a href="http://www.amazon.de/Approximate-Continuum-Comics-Lewis-Trondheim/dp/3931377164/ref=sr_1_1/028-3503958-2309331?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1179415993&#038;sr=8-1">↪</a>]</li>
<li><strong>Autor &#038; Zeicher</strong>: Lewis Trondheim</li>
<li><strong>Verlag</strong>: Reprodukt</li>
<li><strong>Preis</strong>: 20€</li>
<li><strong>Zeichenstil</strong>: Ziemlich rechts unten</li>
<li><strong>Zitat</strong>: <em>„1000seitige Telefonbücher […], die zu 95% mit Blödsinn gefüllt sind.”</em> (über japanische Comic-Magazine)</li>
<li><strong>Empfehlung</strong>: Für Trondheim-Fans</li>
</ul>
<h5 style="font-size: 16px">Carey/Fabry: Neil Gaiman&#8217;s Neverwhere</h5>
<p>Neil Gaiman ist gut, und „The Sandman” ist für mich das Kernstück meiner Sammlung überhaupt. Nichtsdestotrotz hat mich seine Belletristik bisher nicht überzeugen können. Immer gut und einfallsreich geschrieben, mit interessanten Charakteren gefüllt, lebt doch alles (inklusive Sandman) das meiste von einer Idee: das die Welt, wie wir sie erleben, nicht alles ist, und <em>Kräfte</em> oder <em>Welten</em> beliebiger Art existieren. Ob alte und junge Götter (American Gods), Magie (Gaiman hat auch am ersten Band der  „Books of Magic” mitgewirkt), die Welt der eigenen Phantasie (Mirrormask) oder eben eine Märchenwelt wie in Neverwhere (auf Deutsch als  „Niemalsland” erschienen).</p>
<p>Prinzipiell bin ich Adaptionen gegenüber skeptisch eingestellt, die vorliegende funktioniert wohlmöglich dadurch, dass es sehr lange her ist, seit ich Niemalsland gelesen habe. Auch wurden die Figuren visuell souverän und einfallsreich umgesetzt, was aber leider nicht immer über die wirklich überflüssigen Nachlässigkeiten des Zeichners hinwegtäuscht. Kleine Narben tauchen plötzlich auf, ein Klettergurt verschwindet, Speere wechseln magisch von der rechten in die linke Hand. Auch die Anatomie der Figuren wirkt stellenweise mißlungen. Doch die Auftritte von Croup &#038; Vandemar und die abwechslungsreiche Reise entschädigen für vieles.</p>
<ul>
<li><strong>Titel</strong>: Neil Gaiman&#8217;s Neverwhere [<a href="http://www.amazon.de/Neil-Gaimans-Neverwhere-Gaiman/dp/184576353X/ref=sr_1_13/028-3503958-2309331?ie=UTF8&#038;s=books-intl-de&#038;qid=1179416243&#038;sr=8-13"> ↪</a>]</li>
<li><strong>Autor (Adaption)</strong>: Mike Carey</li>
<li><strong>Zeichner</strong>: Glenn Fabry</li>
<li><strong>Verlag</strong>: DC Comics</li>
<li><strong>Preis</strong>: $19.99</li>
<li><strong>Zeichenstil</strong>: Recht nah an der linken unteren Ecke</li>
<li><strong>Zitat</strong>: <em>„Well, what does anyone want? &#8211; Dead things. Extra Teeth.”</em></li>
<li><strong>Empfehlung</strong>: Eine nette Ergänzung zum Buch</li>
</ul>
<h5 style="font-size: 16px">Miller/Mazzucchelli: Batman: Year One</h5>
<p>Abgesehen von den Batman-Comics ist mir Frank Miller fremd geblieben. Sin City und 300 sind für meinen Geschmack und lassen Zwischentöne vermissen  – das aber meisterlich. Die früheren Batman-Arbeiten gefallen mir deutlich besser; wenn auch nur, weil Batman zu den wenigen Superheldencomics gehört, die ich lese (bzw. lesen würde).</p>
<p>„Year One” verschont den Leser weitestgehend von kostümierten Bösewichtern und konzentriert sich auf Batman als maskierten Kriminalitätsbekämpfer, der verzweifelt einen Verbündeten auf der gesetzestreuen Seite sucht. Insgesamt lesenswert und für einen amerikanischen und DC-Comic erfrischend abstrakt gezeichnet, mit Batman-typischen Selbstzweifeln durchstreut, die das Feuilleton so liebt (bzw. liebte, bis Spiderman auch ein paar Selbstzweifel angewebt wurden).</p>
<ul>
<li><strong>Titel</strong>: Batman: Year One [<a href="http://www.amazon.de/Batman-Year-One-Graphic-Novels/dp/1401207529/ref=sr_1_1/028-3503958-2309331?ie=UTF8&#038;s=books-intl-de&#038;qid=1179416312&#038;sr=1-1">↪</a>]</li>
<li><strong>Autor</strong>: Frank Miller</li>
<li><strong>Zeichner</strong>: David Mazzucchelli</li>
<li><strong>Verlag</strong>: DC Comics</li>
<li><strong>Preis</strong>: $14.99</li>
<li><strong>Zeichenstil</strong>: 34, 35, 48, 49</li>
<li><strong>Zitat</strong>: <em>„Lucky amateur.”</em> (Batman über sich selbst.)</li>
<li><strong>Empfehlung</strong>: Frank Millers Batman sollte man gelesen haben, gerne auch als die einzigen Batman-Comics die man kennt.</li>
</ul>
<h5 style="font-size: 16px">Blain: Isaak der Pirat, Band 3: Olga</h5>
<p>Waren die beiden ersten Bände der Reihe noch leicht und beschwingt über das Abenteuer des Malers Isaak Sofer, so hat der dritte Band eigentlich nur zwei Themen: Den Überfluß an Tod auf der Polarexpidition, und den Mangel an Sex nach der Rückkehr in die Karibik.   Die Stimmung ist also notwendigerweise düster, und die Verwirrungen auf der Suche nach Entspannung für zurückgekehrte Seemänner lockern das ganze auch nicht unbedingt auf, sondern lassen den ganzen Band nur noch fremdartiger wirken. Nichts ist übriggeblieben von der frivolen Leichtigkeit der ersten Bände, und der Grund für die Kameradschaft zwischen Isaak und Jacques ist auch nur im zufälligen gemeinsamen Überleben zu finden &#8211; zumal letzterer in den vorherigen Bänden noch keine Rolle spielte.</p>
<p>Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Es scheint fast, als ob der Autor hier radikal die Notbremse gezogen hätte, um die Antarktis-Irrfahrt des Malers abzubrechen, um dann in der Karibik noch ein paar Seiten zu füllen.</p>
<ul>
<li><strong>Titel</strong>: Isaak der Pirat, Band 3: Olga [<a href="http://www.amazon.de/Isaak-Pirat-03-Christophe-Blain/dp/393851101X/ref=sr_1_3/028-3503958-2309331?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1179416348&#038;sr=8-3">↪</a>]</li>
<li><strong>Autor &#038; Zeichner</strong>: Christophe Blain</li>
<li><strong>Verlag</strong>: Reprodukt</li>
<li><strong>Preis</strong>: 12€</li>
<li><strong>Zeichenstil</strong>: 22 &#8211; 27 und darüber</li>
<li><strong>Empfehlung</strong>: Als Einzelband nicht. </li>
</ul>
<h5 style="font-size: 16px">Willingham/Buckingham: Fables, Band 2: Farm der Tiere</h5>
<p>Die Idee für Fables selbst (ganz kurz: Die Märchenwesen werden aus ihrer Welt vertrieben und verstecken sich im modernen New York) könnte von Neil Gaiman sein, und ganz artig verneigt man sich dann auch mit einem kleinen Zitat in Panel Nr. 2. Darüber hinaus würde man sich vielleicht wünschen, dass Gaiman selbst das Skript geschrieben hätte, denn der zweite Band ist recht misslungen: plakative und deplatzierte Literaturzitate, nicht sonderlich geistreiche Witze über Goldilock (die Revoluzzerin) und ihre drei Bären und die recht hastig eingeführte Tatsache, dass Märchenwesen auch irgendwie von der Vorstellungskraft der Menschen leben. Einer der Lichtblicke im Heft ist allerdings die Figur des Fuchses.</p>
<p>Auch schon im ersten Band nervte die inkonsequente Eindeutschung – es leuchtet nicht ein, warum die Märchenwesen nicht einfach ihre deutschen Namen bekommen können, was bei den meisten problemlos möglich wäre. Dafür aber überzeugt Druckqualität und sonstiges Erscheinungsbild. Panini scheint gewillt zu sein, dass DC-Vertigo-Portfolio gut auszunutzen, und dafür allein verdienen sie schon Unterstützung. Ob man diese Unterstützung aber durch den Kauf von Fables-Bänden gewähren sollte, ist mir weiterhin unklar.</p>
<ul>
<li><strong>Titel</strong>: Fables, Band 2: Die Farm der Tiere [<a href="http://www.amazon.de/Fables-Bd-2-Farm-Tiere/dp/3866073704/ref=sr_1_1/028-3503958-2309331?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1179416394&#038;sr=1-1">↪</a>]</li>
<li><strong>Autor</strong>: Bill Willingham</li>
<li><strong>Autor</strong>: Mark Buckingham</li>
<li><strong>Verlag</strong>: Panini Comics</li>
<li><strong>Preis</strong>: 14,95€</li>
<li><strong>Zeichenstil</strong>: um die 60</li>
<li><strong>Empfehlung</strong>: Nein </li>
</ul>
<h5>Zu den Zeichenstilangaben</h5>
<p>Die Angaben zum Zeichenstil orientieren sich am <a href="http://www.scottmccloud.com/inventions/triangle/triangle.html">„Big Triagle”</a> von Scott McCloud. Eine vollständige Darstellung befindet sich in <a href="http://www.amazon.de/Understanding-Comics-Invisible-Scott-McCloud/dp/006097625X/ref=pd_bbs_sr_1/028-3503958-2309331?ie=UTF8&#038;s=books-intl-de&#038;qid=1179415846&#038;sr=8-1">Understanding Comics</a>, Seite 52 und 53.</p>
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		<item>
		<title>Torsten testet…</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2007 19:39:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>shlomme</dc:creator>
				<category><![CDATA[lang:de]]></category>
		<category><![CDATA[munich]]></category>
		<category><![CDATA[review]]></category>

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		<description><![CDATA[Oft, wenn ich über die Straße gehe und mein Toupet verrutscht, sodass die Menschen mich erkennen, werde ich gefragt: „Torsten, welche Cafés lohnt es sich zu besuchen? Wo sollen wir unseren Hunger nach Tee stillen?”. Bisher war mir die ganze Sache immer ziemlich peinlich und ich habe mein Chilispray benutzt, um mich in eine Wolke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oft, wenn ich über die Straße gehe und mein Toupet verrutscht, sodass die Menschen mich erkennen, werde ich gefragt: „Torsten, welche Cafés lohnt es sich zu besuchen? Wo sollen wir unseren Hunger nach Tee stillen?”. Bisher war mir die ganze Sache immer ziemlich peinlich und ich habe mein Chilispray benutzt, um mich in eine Wolke der Unnahbarkeit zu hüllen. Neulich aber häufen sich die Beschwerden, noch dazu entwickelt die jüngste Generation beunruhigende Resistenzen (vgl. <a title="Und wenn ich mich ganz doll anstrenge?" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lamarckismus" >Lamarckismus</a>), sodass ich mein Verhalten nicht weiter verantworten kann und mich auf die Suche nach Antworten mache.</p>
<h2>Heute: The Victorian House</h2>
<p>An der Frauenstraße, direkt gegenüber dem Viktualienmarkt, liegt das „Victorian House”, eine Kombination von Restaurant und Teehaus. Innen im englischen Stil gehalten, mit mehreren kleinen Zweiertischen samt bequemer Sofas für den lesenden Eigenbrötler. Der Tee war in Ordnung und hat mich mein eigenes Service nicht vermissen lassen, zur Zeit ist sogar Flugtee im Angebot, leider aber nur eine mir shon bekannte Sorte. Zum Nachmittagstee werden <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Scone_(bread)">Scones</a> gereicht, mit richtiger <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Clotted_cream">Clotted Cream</a>. Sehr empfehlenswert.</p>
<p>Das Ambiente insgesamt ist nett, aber etwas süßlich. Insgesamt nicht zu laut und eher von einem älteren Publikum besucht, auch geeignet zum Lesen. Ich hab mir vorgenommen, dort einmal den „Business Lunch” auszuprobieren, wenn ich denn mal wieder zur Mittagszeit am Viktualienmarkt sein sollte, und natürlich auch einmal den „Full Tea” (Tee, Sandwiches und zwei Scones, zwischen 15 und 18 Uhr). Auch ein schönes Ziel um lieben Besuch einzuladen – wenn er denn kommt und nicht nur sein Kommen ein ums andere mal antäuscht.</p>
<h2>Kurz &#038; Pauschal</h2>
<ul>
<li><strong>Teeauswahl</strong>: ansprechend</li>
<li><strong>Karte</strong>: reichhaltig</li>
<li><strong>Preise</strong>: mittel, das Kännchen Tee 5,70 €</li>
<li><strong>Bedienung</strong>: freundlich, präsent, dabei aber unaufdringlich, schnell</li>
<li><strong>Ambiente</strong>: nett, aber etwas aufgesetzt, unpassende Musik</li>
<li><strong>Erreichbarkeit</strong>: perfekt</li>
<li><strong>Lage</strong>: belebt, von den Fensterplätzen Aussicht auf den Viktualienmarkt</li>
<li><strong>Publikum</strong>: erträglich, gehobeneren Alters</li>
<li><strong>Sanitäranlagen</strong>: vorbildlich</li>
</ul>
<p>
<strong>Webseite</strong>: <a href="http://www.victorianhouse.de/">http://www.victorianhouse.de/</a></p>
]]></content:encoded>
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